Armwrestling gegen Krebs
In der II. Medizinischen Klinik des Uniklinikums Mannheim werden viele Patienten mit Leber- und Tumorerkrankungen behandelt.
Diese Patienten bauen im Laufe der Erkrankung häufig stark an Muskelmasse ab. In einer aktuellen Untersuchung konnte die Arbeitsgruppe von Dr. Hirth zeigen, dass einige dieser Pateinten nicht nur Muskelmasse abbauen, sondern das sich auch die Zusammensetzung des Bizepsmuskels verändert hat.
Mithilfe einer neuen, nicht-invasiven ultraschall-basierten Steifigkeitsmessung des Bizeps konnten diese Patienten identifiziert werden. Diese Patienten zeichnen sich durch einen härteren Biceps aus und haben eine deutlich schlechte Prognose.
Dr. Hirths Arbeitsgruppe möchte diese Untersuchungsmethode zukünftig nutzen, um diese vulnerablen Patienten frühzeitig erkennen zu können und einer intensiveren Therapie zuführen zu können.
Um die Methode zu validieren, haben am Wochenende (KW4) 6 Armwrestler vom TSV Güglingen die Studie unterstützt. Dabei bestätigte sich, dass nach exzessivem Training der Bizeps deutlich „weicher“ wird.
Dadurch konnte das Prinzip der Methode bestätigt werden, was ein wichtiger Meilenstein hin zu einer Etablierung in der Patientenversorgung darstellt.
(Uniklinik Mannheim)