Selbstverteidigungskurs der Karateabteilung des TSV Güglingen war mit hohen Auflagen möglich

Selbstverteidigungs-Kurs beim TSV

Der Sportbetrieb ist bei den Vereinen nach den Sommerferien wieder angelaufen – mit Hygienekonzept, Maskenpflicht auf den Gängen, Abstandsregelungen und Formularen, die auszufüllen und wochenlang aufzubewahren sind. Über das normale Training hinaus gibt es hier und da besondere Veranstaltungen.

Der Selbstverteidigungskurs der Karateabteilung des TSV Güglingen konnte stattfinden und lockte am 26. September 26 Teilnehmer in die vereinseigene Turnhalle im Vereinszentrum.


Gut eine halbe Stunde später als vorgesehen konnte der Kurs mit Mike Zahner starten. Denn so lange benötigten Abteilungsleiterin Marion Fuchs und ihr Mann, um alle Formulare einzusammeln und zu sortieren.

Vier verschiedene Formulare musste jeder Teilnehmer bzw. bei Minderjährigen die Eltern vorher ausfüllen und unterschreiben. „Wir sind froh, dass wir wieder trainieren und auch Kurse wie diesen organisieren können“, sagt Marion Fuchs. Den Papierkrieg nehme sie dafür in Kauf. Zudem war sie mit ihrer Familie eine Stunde früher in der Halle um Markierungen auf den Boden zu kleben.


„Bevor wir beginnen, müssen wir über die Abstandsregeln sprechen“, so eröffnete Mike Zahner den Kurs und erklärte, wofür die bunten Hütchen und die Markierungen in der Halle gedacht sind.

Die Teilnehmer müssen möglichst Übungspartner aus der eigenen Familie finden und dürfen nicht wie früher üblich durchwechseln. Die bunten Hütchen auf dem Boden erleichtern das Abstandhalten, wenn ein Übungs-Paar im Eifer des Ausprobierens zu weit von der Bodenmarkierung abweicht.

Doch dann beginnt der Kurs wie in früheren Zeiten. Mike Zahner trainiert Karate seit er sieben Jahre alt ist. Inzwischen hat der 27-Jährige verschiedene Trainerlizenzen, auch für Selbstverteidigung. Marion Fuchs ist zudem Selbstbehauptungstrainerin. „Zehn Regeln gibt es in der Gewaltprävention, die wichtigste lautet „Kampf vermeiden“, so Zahner. Doch wenn man angegriffen werde, ist es wichtig, Außenstehenden zu signalisieren, dass man den Angreifer nicht kennt. Deshalb bei der Sie-Form bleiben und dem Angreifer mit offenen Händen gegenüber treten. Das zeigt möglichen Zeugen, dass man die Person nicht kennt und man selbst nicht der Angreifer ist.

Wenn sich eine Konfrontation nicht vermeiden lasse, gibt es einige Tricks, sich aus Griffen oder Umklammerungen zu lösen. Diese nicht nur langsam zu üben, sondern den eigenen Puls mittels Kniebeugen und Liegestützen zu erhöhen und dann noch einmal anzuwenden, war hilfreich.

„Meine Tochter ist vor kurzem von einem fremden Mann angesprochen worden“, nannte eine Mutter ihre Beweggründe, warum sie mit ihrem Kind im Kurs war. „Wenn man weiß, was man in einer solchen Situation tun kann, hilft mir das und ich kann sicherer auftreten“, meinte eine andere Frau. Doch auch Jungen und Männer waren im Kurs und fanden es wichtig, Situationen richtig einschätzen zu lernen.  - Ines Schmiedl -

 

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